Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im vergangenen Jahr Ergebnis und Umsatz deutlich gesteigert und stellt auch für 2008 weiteres Wachstum in Aussicht. “2007 war das bisher erfolgreichste Jahr für Bayer”, sagte der Vorstandsvorsitzende des Aspirin-Herstellers, Werner Wenning, am Donnerstag in Leverkusen.
Zum Wachstum hätten alle drei Sparten, der Kunststoffbereich, die Gesundheitssparte und das Pflanzenschutzmittelgeschäft beigetragen. Vor allem das Geschäft mit den umsatzstärksten Medikamenten, dem Multiple-Sklerose-Präparat Betaferon und dem Verhütungsmittel Yasmin sei erfolgreich verlaufen.
Das Konzernergebnis habe sich von knapp 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr auf über 4,7 Milliarden Euro erhöht, teilte das Unternehmen weiter mit. Gleichzeitig sei der Umsatz um 11,8 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebit) habe sich von knapp 2,8 Milliarden Euro auf knapp 3,2 Milliarden Euro erhöht.
Allein im größten Bereich Gesundheit erhöhte sich der Umsatz im vergangenen Jahr am stärksten um rund 26 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Die Erlöse des Verhütungsmittels Yasmin seien um 37 Prozent und die des Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon um 7 Prozent auf jeweils über 1,0 Milliarden Euro gestiegen.
Auch für das laufende Jahr stellte Bayer für den Konzern ein weiteres Umsatz- und Ergebnisplus in Aussicht. Währungsbereinigt solle der Umsatz 2008 um etwa fünf Prozent steigen. Während bei den Sparten Gesundheit und Pflanzenschutz 2008 mit einem weiteren Gewinnzuwachs zu rechnen sei, werde für den Kunststoffbereich mit einem schwierigen Jahr mit einem Rückgang gerechnet. Gründe seien das wirtschaftlich unsichere Umfeld und die starken Schwankungen der Rohstoffpreise.
Experten bezeichneten die Zahlen und den Ausblick des Konzerns als weitgehend den hohen Erwartungen entsprechend. Das vierte Quartal sei beim Umsatz leicht schwächer ausgefallen als erwartet, beim Ergebnis der drei Sparten jedoch besser, hieß es etwa von der Landesbank Baden-Württemberg. Das angekündigte rückläufige Ergebnis in der Kunststoffsparte sei erwartet worden.
Ein weiterer Beobachter sagte, die Prognose sei insgesamt angesichts der weltweit schwierigeren Wirtschaftsbedingungen nicht schlecht. Die Bayer-Aktie verlor am Donnerstag dennoch mehr als drei Prozent und führte damit die Verliererliste im DAX an.
(ddp)