Barclaycard hat eine sehr interessante kostenlose Kreditkarte auf den Markt gebracht, die Barclaycard Platinum Double. Die angebotenen Leistungen sind sehr interessant, wie z.B. 0% Zinsen für bis zu 2 Monate, Kontoausgleich mit flexibler Rückzahlung, 3,5% Guthabenzinsen ohne Limit und einige mehr.
Genussrechtsbeteiligungen sind Unternehmensbeteiligungen. Genussrechte haben vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Je nach Charakter kommen sie einem verzinslichen Wertpapier sehr nahe. Generell handelt es sich um Gläubigerpapiere, die auf einen Nominalwert lauten und mit einem Gewinnanspruch verbunden sind.
Der Genussrechtsinhaber ist mit seiner eingezahlten Einlage an dem Vermögen des Unternehmens nach den handelsrechtlichen Bestimmungen und steuerlichen Grundsätzen beteiligt. Er nimmt am Gewinn und Verlust des Unternehmens nach Maßgabe der Genussrechts - Bedingungen teil. Danach sind Genussrechte Gläubigerrechte und das bestehende Rechtsverhältnis ist schuldrechtlicher Natur.
Eine unmittelbare Haftung des Genussrechts-Beteiligten besteht bereits von Gesetzes wegen nicht, soweit er seine Nominaleinlage und das Agio erbracht hat. Der Anleger haftet nur gemäß den Genussrechts-Bedingungen des Unter nehmens. Eine Nachschusspflicht besteht normalerweise nicht.
Die Beteiligung am Gewinn und Verlust regeln die Vorschriften der Genussrechts - Bedingungen.
Weitere Informationen über die Anlageform der Genussrechte gibt es auf www.genussrecht.de
Der Münchener Autokonzern BMW hat sich vor Gericht gegen den Import einer Kopie eines BMW-Geländewagens aus China durchgesetzt. Das Landgericht München I untersagte es dem Importeur am Donnerstag, im geschäftlichen Verkehr in Deutschland chinesische SUV-Fahrzeuge mit einem bestimmten Aussehen anzubieten (AZ: 4HK O 16807/07, nicht rechtskräftig).
Wie das Gericht am Freitag weiter mittelte, muss der Importeur zudem Schadensersatz zahlen und alle noch seinem Besitz oder Eigentum befindlichen Fahrzeuge vernichten. Bislang liegt laut Gericht allerdings nur der Urteilstenor vor, noch keine Urteilsgründe.
Bei dem Importeur handelt es sich nach Medienberichten um die Firma China Automobile Deutschland und bei dem Fahrzeug um den Geländewagen Shuanghuan CEO. Dieser sei nach Ansicht von BMW eine Kopie des Geländewagens X5.
(ddp)
Beim Waschmittel- und Kosmetikkonzern Henkel sind Tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Durch ein weltweites Programm zur Steigerung der Effizienz könnte es zu einem Abbau von etwa 3000 Stellen kommen, teilte das im Börsenleitindex DAX notierte Unternehmen am Mittwoch mit. Unklar ist bislang, wie viele Stellen hierzulande betroffen sein könnten.
Das Programm gelte weltweit, es gebe keinen Schwerpunkt auf einen Unternehmensbereich oder eine Region. Es werde aus vielen Einzelprojekten in der ganzen Welt bestehen. Einzelheiten nannte Henkel nicht. Anlass für das Programm seien sich ändernde Marktbedingungen, vor allem das zunehmend härtere Wettbewerbsumfeld und der steigende Kostendruck. Für das Programm sollen im laufenden Jahr 500 Millionen Euro investiert werden. Ab 2011 sollen jährlich 150 Millionen Euro gespart werden. Ein ähnliches Programm hatte Henkel bereits im Herbst 2004 gestartet.
Wie Henkel weiter mitteilte, stieg der Konzernüberschuss im vergangenen Jahr gegenüber 2006 um 8,0 Prozent auf 941 Millionen Euro. Der Umsatz habe um 2,6 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro zugenommen. Beim betrieblichen Ergebnis (Ebit) sei ein Plus von 3,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro verzeichnet worden.
Für das laufende Jahr erwartet Henkel ein organisches Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. Beim Ebit rechnet der Konzern mit einem noch höheren Zuwachs. Allerdings berücksichtigt dieser Ausblick nach Angaben des Unternehmens nicht die Auswirkungen aus den geplanten Käufen zweier Bereiche des US-Konzerns National Starch. Im Gegenzug wolle sich Henkel von seiner Beteiligung an dem US-Unternehmen Ecolab ganz oder teilweise trennen. Umfang, Zeitpunkt sowie Art und Weise einer Veräußerung stünden derzeit noch nicht fest. An Ecolab ist Henkel mit 29,4 Prozent beteiligt.
Analysten bemängelten das organische Wachstum zum Ende des vergangenen Jahres. So hatte sich das Umsatzplus im vierten Quartal auf 3,8 Prozent nach 6,7 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres verringert. Positiv seien jedoch der geplante Verkauf von Ecolab und das Programm zur Verbesserung der Effizienz. Der Kurs der Henkel-Vorzugsaktie stieg bis 14.00 Uhr um 2,6 Prozent auf 31,35 Euro. Im vergangenen Jahr war die Aktie mit einem Plus von 3,4 Prozent gegenüber 2006 weit hinter dem DAX insgesamt zurückgeblieben, der um rund 22 Prozent zugelegt hatte. Das Papier hatte 2005 und 2006 allerdings auch um jeweils mehr als 30 Prozent gewonnen.
(ddp)
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im vergangenen Jahr Ergebnis und Umsatz deutlich gesteigert und stellt auch für 2008 weiteres Wachstum in Aussicht. “2007 war das bisher erfolgreichste Jahr für Bayer”, sagte der Vorstandsvorsitzende des Aspirin-Herstellers, Werner Wenning, am Donnerstag in Leverkusen.
Zum Wachstum hätten alle drei Sparten, der Kunststoffbereich, die Gesundheitssparte und das Pflanzenschutzmittelgeschäft beigetragen. Vor allem das Geschäft mit den umsatzstärksten Medikamenten, dem Multiple-Sklerose-Präparat Betaferon und dem Verhütungsmittel Yasmin sei erfolgreich verlaufen.
Das Konzernergebnis habe sich von knapp 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr auf über 4,7 Milliarden Euro erhöht, teilte das Unternehmen weiter mit. Gleichzeitig sei der Umsatz um 11,8 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebit) habe sich von knapp 2,8 Milliarden Euro auf knapp 3,2 Milliarden Euro erhöht.
Allein im größten Bereich Gesundheit erhöhte sich der Umsatz im vergangenen Jahr am stärksten um rund 26 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Die Erlöse des Verhütungsmittels Yasmin seien um 37 Prozent und die des Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon um 7 Prozent auf jeweils über 1,0 Milliarden Euro gestiegen.
Auch für das laufende Jahr stellte Bayer für den Konzern ein weiteres Umsatz- und Ergebnisplus in Aussicht. Währungsbereinigt solle der Umsatz 2008 um etwa fünf Prozent steigen. Während bei den Sparten Gesundheit und Pflanzenschutz 2008 mit einem weiteren Gewinnzuwachs zu rechnen sei, werde für den Kunststoffbereich mit einem schwierigen Jahr mit einem Rückgang gerechnet. Gründe seien das wirtschaftlich unsichere Umfeld und die starken Schwankungen der Rohstoffpreise.
Experten bezeichneten die Zahlen und den Ausblick des Konzerns als weitgehend den hohen Erwartungen entsprechend. Das vierte Quartal sei beim Umsatz leicht schwächer ausgefallen als erwartet, beim Ergebnis der drei Sparten jedoch besser, hieß es etwa von der Landesbank Baden-Württemberg. Das angekündigte rückläufige Ergebnis in der Kunststoffsparte sei erwartet worden.
Ein weiterer Beobachter sagte, die Prognose sei insgesamt angesichts der weltweit schwierigeren Wirtschaftsbedingungen nicht schlecht. Die Bayer-Aktie verlor am Donnerstag dennoch mehr als drei Prozent und führte damit die Verliererliste im DAX an.
(ddp)
Trotz nachlassender Konjunktur blickt das Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen MAN optimistisch in die Zukunft. 2008 solle “wieder ein Rekordjahr” werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson am Dienstag in München. Bereits 2007 war das erfolgreichste Jahr in der 250-jährigen Unternehmensgeschichte.
Dem DAX-Unternehmen zufolge erhöhte sich der Umsatz 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn verbesserte sich um 32,4 Prozent auf 1,225 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten deutlich.
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um etwa 72 Prozent auf 1,91 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein Sonderertrag in Höhe von 183 Millionen Euro. Die Umsatzrendite verbesserte sich von 8,5 auf 11,2 Prozent. Damit erreichte der Konzern nach eigenen Angaben erstmals eine zweistellige Umsatzrendite. MAN zufolge stiegen die Bestellungen 2007 um 17 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro.
Nach Angaben des Konzerns trugen alle Sparten zum Erfolg bei. Bei den Nutzfahrzeugen erhöhte sich der Umsatz um 20 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Der Absatz lag erstmals über 100 000 Fahrzeugen. Im laufenden Jahr sollen es 110 000 verkaufte Lkw werden. In diesen Bereich soll das bisher verlustreiche Bus-Geschäft künftig vollkommen integriert werden. Im Bereich Dieselmotoren erzielte MAN ein Umsatzplus von 21 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Die Produktionskapazitäten sollen ab Herbst dieses Jahres in China ausgebaut werden.
Für 2008 erwartet MAN nach eigenen Angaben aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der langen Lieferzeiten einen Umsatzanstieg von fünf Prozent. Der Auftragseingang wird ähnlich hoch wie 2007 angenommen. Bei der Umsatzrendite setzt sich MAN neue Ziele. Angepeilt würden nun durchschnittlich 8,5 Prozent Umsatzrendite. “Wir gehen davon aus, dass wir mit der jetzt erreichten Flexibilität und der 2007 erreichten Ertragskraft diese Durchschnittsgröße von 8,5 absichern können”, ergänzte Samuelsson.
Samuelsson zufolge ist der Stimmrechtsanteil von MAN an Scania jetzt auf 17 Prozent gestiegen. Der Kapitalanteil blieb mit 13,25 Prozent gleich. Daran werde sich nichts ändern. Damit bleibe MAN nach VW und dem Investor AB drittgrößter Anteilseigner. Bezüglich der geplanten Lkw-Allianz plädierte der Vorstandsvorsitzende darauf, Geduld zu haben. Nur eine einvernehmliche Lösung sei sinnvoll. “Wir haben keinen Zeitdruck”, ergänzte er. Vorerst werde MAN auch keinen Platz im Scania-Aufsichtsrat anstreben. Ähnlich hatte sich bereits der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn geäußert. Er halte es für “nicht sehr klug”, wenn MAN sich um einen Platz bemühe.
Am Markt wurden die MAN-Zahlen zunächst von Händlern positiv bewertet. Der Ausblick des Unternehmens zeige keine Konjunkturdelle, hieß es. Nachdem die Papiere zur Eröffnung noch fester tendierten, gaben sie bis 14.15 Uhr deutlich nach und fielen um 5,3 Prozent auf 84,00 Euro. Analysten sprachen von Gewinnmitnahmen, die durch die Aussage verstärkt würden, dass MAN seinen Anteil an Scania nicht aufstocken will.
MAN ist nach eigenen Angaben eines der größten Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen in Europa. In diesem Jahr wird MAN 250 Jahre alt. Die Volkswagen AG ist zu fast 30 Prozent an dem Konzern beteiligt.
(ddp)
Die Deutsche Bank steht trotz der Finanzmarktkrise glänzend da. Der Vorsteuergewinn stieg im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 8,75 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um sieben Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.
Angesichts der guten Zahlen ist das Frankfurter Institut laut Ackermann “offen für ergänzende, selektive Akquisitionen”. Bezüglich der Suche der Deutschen Postbank nach einem Fusionspartner sagte Ackermann, der am Donnerstag auch seinen 60. Geburtstag feierte: “Die Postbank wäre eine sinnvolle Lösung”. An der in Schwierigkeiten geratenen französischen Großbank Société Générale hätten sie jedoch “kein Interesse”.
Die Erträge der Deutschen Bank stiegen nach eigenen Angaben im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 30,7 Milliarden Euro. Das Kreditinstitut wird für 2007 seine Dividende um 50 Cent auf 4,50 Euro erhöhen. Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank die Dividende um 60 Prozent erhöht.
Im vierten Quartal sank der Gewinn allerdings, wie von Experten erwartet, deutlich. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten fiel um 48 Prozent auf 953 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für Druck im vierten Quartal sorgten vor allem eine höhere Steuerquote, niedrigere zinsunabhängige Erträge und eine höhere Risikovorsorge im Kreditgeschäft.
Anders als von Beobachtern vorhergesagt musste die Deutsche Bank im vierten Quartal jedoch vergleichsweise geringe Abschreibungen vornehmen. Die Netto-Abschreibungen hätten sich auf weniger als 50 Millionen Euro belaufen, sagte Ackermann. Handelsbereiche, in denen die Bank im dritten Quartal Verluste zu verzeichnen hatte, hätten im vierten Quartal wieder Gewinne gemacht. Im dritten Quartal 2007 musste das Frankfurter Institut rund 1,6 Milliarden Euro abschreiben, weitere 603 Millionen Euro fielen bei Kreditzusagen für fremdfinanzierte Übernahmen an. Insgesamt beliefen sich die Abschreibungen in 2007 auf 2,3 Milliarden Euro.
Ackermann zufolge setzt die Deutsche Bank jetzt “alles daran, die Marktanteile im Investmentbanking auszubauen”. In diesem Bereich musste das Institut im vergangenen Jahr deutliche Einbußen hinnehmen. Wegen der Probleme mit dem Darlehen eines einzelnen Kunden wurde im vierten Quartal zudem die Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 131 Millionen Euro auf 329 Millionen Euro erhöht.
Für das laufende Jahr bekräftigte Ackermann das Vorsteuerziel von 8,4 Milliarden Euro. “Wir sind uns darüber im Klaren, dass dies angesichts der seit Sommer letzten Jahres schwierigen Bedingungen und Unsicherheiten eine große Herausforderung für unser Kapitalmarktgeschäft ist”, ergänzte der Vorstandschef allerdings. Deswegen bedürfe es in Zukunft “eines besseren Einblicks in die Bewertung komplexer Finanzprodukte, genauerer Bewertungsmaßstäbe und einer im Markt gleichermaßen angewandten Auslegung derselben”.
Die Deutsche-Bank-Aktien zählten am Donnerstag zu den wenigen Gewinnern im DAX. Die Papiere verteuerten sich bis 13.45 Uhr um 1,0 Prozent auf 75,76 Euro.
(ddp)
Der Halbleiterhersteller Infineon hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 einen Millionenverlust verbucht. Die im Leitindex DAX notierte Aktie des Konzerns aus Neubiberg bei München stürzte nach Bekanntgabe der Zahlen am Donnerstag ab. Bis zum frühen Nachmittag verloren die Infineon-Papiere mehr als 18 Prozent.
Wie Infineon mitteilte, erhöhte sich der Verlust zwischen Oktober und Dezember von 280 Millionen Euro im Vorquartal auf 396 Millionen Euro. Der Konzernumsatz fiel um 13 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Belastet wurde das Quartalsergebnis von den Verlusten der Speicherchiptochter Qimonda.
Im Kerngeschäft mit Logikchips erwirtschaftete der Konzern ohne Qimonda einen operativen Gewinn von 65 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte das Unternehmen hier noch einen Fehlbetrag von 25 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei den Logikchips zeigte sich ein unterschiedliches Bild. Während der Umsatz bei Automotive, Industrial & Multimarkets (AIM) erwartungsgemäß zurückging, legten die Erlöse in der Kommunikationssparte (COM) deutlich zu. Vor Sondereffekten erreichte die COM-Sparte dabei wie angekündigt den Break-Even.
Nachhaltige Gewinne sind hier allerdings zumindest im laufenden Geschäftsjahr offenbar nicht zu erwarten. Infineon revidierte den Ausblick für die COM-Sparte und rechnet nun im Geschäftsjahr 2007/08 mit einem operativen Verlust. Zuvor hatte das Unternehmen hier noch ein positives Vorsteuerergebnis in Aussicht gestellt.
Infineon sieht sich angesichts der deutlichen Kursverluste in den vergangenen Wochen nicht als mögliches Kaufobjekt. “Wir sehen uns mitnichten als Übernahmekandidat”, sagte Finanzvorstand Peter Fischl am Donnerstag während einer Telefonkonferenz. Die Infineon-Aktie hat seit dem Sommer vergangenen Jahres mehr als die Hälfte ihres Werts verloren.
Auch um die finanzielle Situation bei der Speicherchip-Tochter Qimonda macht sich Infineon derzeit keine Sorgen. Die finanzielle Situation “sei alles, aber nicht besorgniserregend”, sagte Fischl, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei Qimonda ist. Die Tochter sei “deutlich stabil”. Er halte es für “sehr unwahrscheinlich”, dass die Schwäche am DRAM-Markt über weitere 18 Monate anhält. Fischl bekräftigte zudem den Zeitplan für die geplante Anteilsreduzierung bei Qimonda.
Infineon will die Beteiligung bis zur Hauptversammlung 2009 auf unter 50 Prozent zurückfahren. Das Unternehmen will Qimonda-Aktien neben “Abverkäufen und anderen Kapitalmarktmaßnahmen” möglicherweise auch als Sachdividende an seine Aktionäre ausgeben. Die Hauptversammlung 2008 soll dafür die Voraussetzungen schaffen.
Infineon hatte im September mit einer Zweitplatzierung ihren Anteil an Qimonda von 86 Prozent auf rund 77,5 Prozent reduziert.
(ddp)
Medienberichte über unerwartet große Verluste haben den Aktienkurs der angeschlagenen IKB Deutsche Industriebank einbrechen lassen. Die Papiere des im MDAX gelisteten Unternehmens rutschten am Montag bis 13.20 Uhr um 20,6 Prozent auf 5,02 Euro ab.
Unterdessen wurde bekannt, dass eine mögliche Kapitalerhöhung bei der IKB ohne den zweitgrößten Anteilseigner, die Stiftung Industrieforschung, erfolgen würde. “Die Stiftung hat keine finanziellen Mittel, sich zu beteiligen”, sagte Stiftungsvorstand Wolfgang Lerch der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Montag in Frankfurt am Main. An den derzeitigen Sanierungsgesprächen seien sie aufgrund ihres Status als gemeinnützige Einrichtung nicht beteiligt. Die Stiftung hält 11,8 Prozent an der IKB.
Erst am Wochenende hatten mehrere Medien berichtet, dass durch die Neubewertung von Wertpapieren bei der IKB eine neue Deckungslücke von rund zwei Milliarden Euro entstanden ist. Damit belaufe sich das Gesamtrisiko jetzt auf rund 11,5 Milliarden Euro, schrieb etwa die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” unter Berufung auf Finanzmarktkreise. Die staatliche KfW könne allerdings keine Gelder zur Verfügung stellen, ohne ihre eigene Mittelstandsförderung einzuschränken, hieß es.
Die staatseigene Förderbank KfW ist Großaktionär der IKB und hält derzeit den Angaben zufolge 37,8 Prozent an der IKB. Dieser Anteil kann sich nach Wandlung der in diesem Monat von der IKB emittierten Wandelschuldverschreibung auf bis zu 43,4 Prozent erhöhen.
Die IKB war im Sommer 2007 durch das Engagement ihrer Investmenttochter Rhineland Funding am kriselnden US-Markt für bonitätsschwache Immobilienkredite (Subprime) in Schieflage geraten. Die KfW und der deutsche Bankensektor hatten daraufhin eine milliardenschwere Rettungsaktion für die Mittelstandsbank gestartet, um Schaden vom Finanzsektor insgesamt abzuwenden.
(ddp)
22.11.2007 Die Beteiligungsgesellschaft Arques Industries hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres Umsatz und Gewinn dank zahlreicher Übernahmen und Unternehmensverkäufe deutlich gesteigert und den Erlösausblick für das kommenden Jahr angehoben. Wie das MDAX-Unternehmen aus Starnberg bei München am Donnerstag mitteilte, soll der Umsatz 2008 6,1 Milliarden Euro erreichen.
Die Beteiligungsgesellschaft akquiriert vor allem problematische Tochtergesellschaften von Konzernen, Unternehmen in Umbruchsituationen sowie Sanierungsfälle, um sie zu restrukturieren und anschließend wieder zu verkaufen. Im laufenden Geschäftsjahr übernahm Arques bisher 15 Unternehmen. Getrennt hat sich Arques beispielsweise von SKW Stahl-Metallurgie aus dem bayerischen Unterneukirchen, dass 2004 von Degussa gekauft worden war. Zu den Beteiligungen von Arques gehört auch die Nachrichtenagentur ddp.
Dank verkaufter Restbeteiligungen kletterte das Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragssteuern und Zinsen (Ebitda) von Januar bis September um 76 Prozent auf 149 Millionen Euro. Der Überschuss erhöhte sich um 58 Prozent auf 101 Millionen Euro. Die Erlöse verbesserten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 86 Prozent auf 931 Millionen Euro.
Auch für den weiteren Geschäftsverlauf ist das Unternehmen zuversichtlich: Arques bekräftigte die Prognose für 2007 über einem Umsatz von 2,0 Milliarden Euro und einem Ebitda von 200 Millionen Euro.
“Für 2008 spricht alles für ein weiteres Rekordjahr”, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Vorderwülbecke der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires und verwies auf die “gut laufenden Geschäfte”. Er kündigte für das kommende Jahr zudem “mehr und größere Akquisitionen” an.
Vorderwülbecke sieht Arques zudem als Gewinner der aktuellen internationalen Liquiditätskrise. “Die Kreditkrise hilft unserem Geschäft”, sagte er. Die Großkonzerne würden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und sich von Randaktivitäten trennen. Da Arques Übernahmen stets mit eigenen Mitteln finanziere und nicht auf eine Finanzierung durch Banken angewiesen sei, könne sie auch schnell und zuverlässig agieren - das gebe den Verkäufern Sicherheit, erläuterte der Arques-Chef. Diese “Transaktionssicherheit” stehe weiter im Vordergrund.
Händler und Analysten bezeichneten die veröffentlichten Ergebnisse als überraschend gut. Die WestLB hat nach den Zahlen ihre “Kaufen”-Empfehlung “ausdrücklich bekräftigt”. Das Kursziel blieb unverändert bei 39,00 Euro.
Von diesem Wert ist das Papier allerdings weit entfernt: Nachdem das Papier dieses Kursziel im Juli kurzzeitig mit 41,80 Euro überschritten hatte, hat der Titel deutlich nachgegeben. Am Donnerstag eröffnete die Aktie zunächst mit einem deutlichen Sprung auf 25,44 Euro, ehe die Titel bis auf das Tagestief von 21,50 Euro konsolidierten. Händler verwiesen auf zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen. Gegen 14.00 Uhr lag der Anteilsschein 4,5 Prozent im Plus bei 22,68 Euro.
(ddp)